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Barrierefreie Webauftritte nach BITV und WAI
 

Was heißt barrierefrei?
Barrierefreiheit im Internet bedeutet, Websites inhaltlich, grafisch und technisch so zu gestalten, dass sie von allen Internetnutzern, also auch von Menschen mit körperlichen Einschränkungen, gelesen werden können.
 
Barrieren für die Zugänglichkeit von Webseiten können unterschiedlichste Punkte sein, so zum Beispiel fehlende textliche Beschreibungen von Grafiken, geringe Farbkontraste, nicht vergrößerbare Schriften, ohne Maus nicht bedienbare Navigationselemente oder eine unklare Gliederung des Seitenaufbaus. Wer barrierefreie Webseiten erstellt muss berücksichtigen, dass Menschen mit Behinderungen oftmals andere Endgeräte oder zumindest andere Browser besitzen als der Durchschnittsnutzer, der an seinem PC mit farbigen Monitor und Maus über Browserprogramme wie Internet Explorer oder Firefox die Seiten betrachtet. Zum Beispiel muss eine barrierefreie Website statt an einem großen Farbmonitor alternativ auch in Braillezeile ausgegeben oder mit Hilfe eines so genannten Screenreaders vorgelesen werden können.
 
Neben den spezifischen technischen Anforderungen an die Programmierung ist eine übersichtliche, logische Struktur der Webseitenelemente (Haupt- und Unternavigation, Überschriften, Absätze, Hauptinhalt, Nebeninhalte, weiterführende Links, erläuternde Grafiken etc.) unabdingbar - dies erhöht zudem die allgemeine Usability (Bedienungsfreundlichkeit der Website), sprich auch der Internetnutzer ohne Behinderungen wird sich rascher im Webauftritt zurechtzufinden. Die speziellen Veränderungen an der Programmierung bleiben dem Durchschnittssurfer jedoch verborgen; er bemerkt nicht, dass er sich auf einer barrierefreien Site befindet.

 

Gesetzliche Bestimmungen und Richtlinien
Barrierefreies Webdesign ist durch die konsequente Entwicklung des Internetauftritts gemäß den allgemeinen Spezifikationen und Empfehlungen des W3-Konsortiums /W3C) und den 14 Richtlinien der Arbeitsgruppe WAI (Web Accessibility Initiative, Initiative für barrierefrei zugängliches Internet) möglich. In Deutschland regelt die "Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung" (BITV) die Neu- und Umgestaltung öffentlicher Informationsangebote nach dem Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen. Die BITV beruht auf Richtlinien der Web Accessibility Initiative.
 
Bis 31.12. 2005 ist die Umsetzung der BITV für alle Inter- und Intranetangebote der Behörden der Bundesverwaltung zwingend vorgeschrieben. Freie Wirtschaftsunternehmen sind gesetzlich nicht verpflichtet, die BITV vollständig umzusetzen. Dienstleister mit kommunalen oder sozialen Aufgabenbereich sowie Unternehmen, deren Produkte auch für Menschen mit Behinderungen interessant sind, ist eine weitgehend barrierefreie Gestaltung der Internetauftritte aus Gründen der Zukunftssicherheit und der Kundenfreundlichkeit jedoch dringend anzuraten.

 

Technische Anforderungen
Die Richtlinien und Verordnung empfehlen die strikte Trennung von Inhalt und Layout des Internetauftrittes. Die Formatierung der Webinhalte erfolgt deshalb mittels Cascading Style Sheets (CSS). Tabellen werden ausschließlich für inhaltlich begründete Datentabellen, aber nicht für die Gestaltung verwendet. So formatierte Inhalte können nicht nur besser mit alternativer Zugangssoftware erschlossen werden, sie lassen sich auch leichter in andere Anwendungen - z.B. für Ausgabegeräte wie PDA und Mobiltelefon - exportieren.
 
Weiterführende Informationen halten folgende Webauftritte bereit:

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